Stromrechner
Ein Vierpersonenhaushalt hatte 2004 etwa 712 Euro im Jahr an Stromgeld bezahlt. 2012 sind es ca. 993 Euro. Diese enorme Kostenexplosion erfolgte trotz Einsatz von immer mehr energiesparenden Geräten in den privaten Haushalten.Die Hauptursachen liegen in immer höheren Steuern und Abgaben für private Haushalte, verbunden mit Entlastungen der Industrie durch den Staat. Immerhin plant die Regierung hier noch weitere Erhöhungen zu Lasten der privaten Haushalte. Doch auch die steigenden Gewinne der Energiekonzerne erfolgten zu Lasten der Verbraucher.
Dazu kommt, dass bei den Regionalversorgern die Grundversorgungstarife oft die teuersten sind. Oft sind es bis zu 400 Euro, die ein Haushalt im Jahr nur durch die Wahl eines günstigeren Tarifes sparen kann. Noch zu wenig wird dieses Sparpotenzial von den privaten Haushalten genutzt. Auch die Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, oder Wohnungsverwaltungen sind verpflichtet, für ihre Mieter kostengünstige Anbieter auszuwählen, was bisher kaum erfolgt.
Die Prüfung des bestehenden Tarifes und die Suche nach günstigeren Anbietern kann sehr leicht, bequem und ohne fremde Hilfe am PC im Internet erfolgen. Dazu wird einfach ein Stromrechner ausgewählt. Hier gibt der Interessent die Postleitzahl, seinen Jahresverbrauch und ev. auch den gewünschten Strom (z.B. Ökostrom dgl.) und den Zahlungswunsch (Abbuchung, oder Vorauszahlung) ein. In einer Tabelle erhält er dann alle für die Region möglichen Stromlieferanten aufgelistet. Auch die Einsparung zum Regionaltarif wird mit angezeigt.
Wichtig sind die angebotenen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen sowie die Preisgarantien. Preisgarantien gibt es in der Regel nur zu einem höheren Preis und lange Vertragslaufzeiten ermöglichen keinen schnellen Wechsel. Der Stromrechner zeigt auch extra den Wechselbonus an, den die meisten Versorger beim Wechsel bieten. Oft ist er an eine Mindestvertragslaufzeit (in der Regel 12 Monate) gebunden.
Wenn über den Stromrechner der gewünschte Anbieter und Tarif gefunden wurde, genügt ein weiterer Klick im Stromrechner auf den Anbieter und die notwendigen Antragsunterlagen können sofort heruntergeladen ausgefüllt und verschickt werden.
Beim Wechsel sollte der neue Versorger auch gleich mit der fristgemäßen Kündigung des bisherigen Stromlieferanten beauftragt werden. Damit werden Überschneidungen oder Lücken vermieden. Ein Risiko gibt es für den Kunden beim Wechsel nicht, weil der Regionalversorger per Gesetz verpflichtet ist, bei Problemen die Stromversorgung zu sichern.
